Die Einführung von Skype for Business stellt viele Unternehmen nach wie vor vor große Herausforderungen, obwohl alles am Anfang erst ganz einfach klingt. Nach der Installation nur weniger Server-Rollen wie dem Frontend-Server und dem Edge-Server kann man auch schon loslegen. Theoretisch. Allerdings ist eine Echtzeit-Kommunikationsplattform komplex und sollte daher besser geplant werden als man dies vielleicht spontan denkt. Wir möchten Ihnen eine grobe Orientierung an die Hand geben, nach der Sie die Einführung planen sollten.

Anforderungserhebung

Die Bereitstellung von Skype for Business soll einen Nutzen für Ihr Unternehmen bieten. Daher ist es zwingend erforderlich, vorab den Bedarf, geltende Rahmenparameter und etwaige Problemstellungen so gut wie möglich zu erheben. Investieren Sie ier ausreichend Zeit und sprechen Sie mit künftigen Anwenderinnen und Anwendern. Auch sollten Sie sich bereits hier mit den wirtschaftlichen Aspekten und den möglichen Betriebsmodellen (OnPremise vs. Cloud) einer Bereitstellung von Skype for Business beschäftigen. Denn nur wenn Skype for Business nach all diesen Überlegungen für Ihr Unternehen wirklich für Sie interessant ist, lohnt sich die Investition in einen Proof of Concept (PoC).

  • Ziele des Unternehmens

    Informieren Sie sich über die Ziele Ihres Unternehmens. Soll Skype for Business als zusätzlicher Kommunikationskanal für die interne Kommunikation, als Konferenzsystem oder gar als Ersatz einer bestehenden Telefonanlage dienen (Enterprise Voice). Der Aufbau ist je nach Einsatzzweck unterschiedlich und kann eine Vielzahl zusätzlicher Komponenten wie z.B. einen Session-Border-Controller (SBC), einen SIP-Trunk oder ein Videogateway benötigen.

  • Rahmenbedingungen

    Prüfen Sie, welche Rahmenbedingungen in Ihrem Unternehmen für den Einsatz von Skype for Business gelten. Welches Hosting-Modell kommt in Frage (OnPremise vs. Cloud), welche Vorschriften gelten hinsichtlich Datenschutz und IT-Sicherheit, welche sonstigen rechtlichen Regelungen gibt es evtl. zu beachten.

  • Anwenderinnen und Anwender

    Sprechen Sie mit künftigen Anwenderinnen und Anwendern. Welche Wünsche und Anforderungen bestehen an Skype for Business, welche Besonderheiten sind hier evtl. zu beachten (z.B. Barrierefreiheit, mobile Nutzung, Nutzung von Zuhause).

  • Wirtschaftliche Grobplanung

    Informieren Sie sich bereits jetzt über mögliche Lizenzmodelle. Microsoft unterscheidet zwischen Kauf- und Mietmodellen, ggf. mit oder ohne Software-Assurance (Wartung) oder Premier Support. Evtl. verfügt Ihr Unternehmen auch über ein sogenanntes Enterprise Agreement (EA). Oftmals können wesentliche Funktionen dann bereits über darin enthaltene Lizenzen genutzt werden.

  • Meilenstein

    Haben Sie die erste Phase erfolgreich abgeschlossen können Sie mit der Planung eines Proof of Concepts (PoC) beginnen.

Proof of Concept (PoC)

Pilotierung

Feinplanung und Design

Umsetzung und Rollout